BackUp

Für Einsatzkräfte · In Entwicklung

Du musst nicht alles
alleine tragen.

Manche Einsätze sind vorbei – und bleiben trotzdem noch da. BackUp soll Einsatzkräfte dabei unterstützen, kurz innezuhalten, Gedanken zu sortieren und passende menschliche Hilfe leichter zu finden.

Für Einsatzkräfte zu 100 % kostenfrei.

Du brauchst gerade Unterstützung? →

Für andere da zu sein, darf nicht heißen, mit allem allein zu bleiben.

Einsatzkräfte erleben Verantwortung, Zeitdruck, Unsicherheit und Begegnungen, die nachwirken können. Das zeigt sich nicht immer direkt nach dem Einsatz – und nicht bei allen gleich.

Wir wollen dazu beitragen, dass über Belastung genauso selbstverständlich gesprochen werden kann wie über Nachbesprechungen, Teamarbeit oder körperliche Sicherheit. Hilfe anzunehmen ist kein Makel. Es ist Fürsorge.

Hinter jeder Zahl
steht ein Mensch.

Die Forschung zeigt: Belastung im Rettungsdienst ist kein Randthema. Die folgenden Ergebnisse helfen bei der Einordnung – sie sind keine Diagnose und keine Vorhersage für einzelne Menschen.

11 %

ungefähre PTBS-Schätzung

In einer internationalen Metaanalyse von 2018 erfüllten etwa 11 von 100 untersuchten Rettungsdienstmitarbeitenden Kriterien für eine posttraumatische Belastungsstörung.

Petrie et al. · 2018 · 18 internationale Studien
Das ist eine Gruppenschätzung, keine Deutschlandquote und keine Aussage über dich.
27 %

berichteten psychischen Distress

In derselben Metaanalyse berichteten etwa 27 von 100 untersuchten Personen eine allgemeine psychische Belastung. Das umfasst verschiedene Beschwerden und ist keine Diagnose.

Petrie et al. · 2018 · Rettungsdienstpersonal
Studien unterscheiden sich bei Land, Zeitraum und Messmethode.
34

Studien zu Hilfesuche

Eine systematische Übersicht von 2025 wertete 34 Arbeiten zu Unterstützung im Rettungsdienst aus. Wiederkehrende Themen waren Stigma, Vertrauen und Organisationskultur.

Systematische Übersicht · 2025
Eine belastbare Prozentzahl für „sucht keine Hilfe“ lässt sich daraus nicht berechnen.
Und was ist mit Suiziden?

Suizidgedanken und Suizide müssen ernst genommen werden. Gleichzeitig brauchen Zahlen eine saubere Einordnung: Eine Studie aus Arizona untersuchte Sterbefälle von 2009 bis 2015. Unter 1.205 verstorbenen EMTs waren 63 Todesfälle als Suizid erfasst.

Das ist ein Anteil an erfassten Todesfällen – keine jährliche Suizidrate, keine deutsche Statistik und kein individuelles Risiko. Suizidalität hat viele Ursachen; diese Studie belegt keine einzelne Ursache.

Vigil et al. · Studie und Methodik ↗

Wenn dich das Thema gerade selbst betrifft: Hier findest du direkte Hilfe.

Was passiert da
eigentlich mit mir?

BackUp soll Trauma und mögliche Belastungssymptome verständlich erklären – auch ohne psychologisches Vorwissen.

Belastung ist nicht automatisch eine Erkrankung.

Ein bedrohliches oder erschütterndes Erlebnis kann nachwirken. Nicht jede Belastung ist ein Trauma, und nicht jedes traumatische Ereignis führt zu einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS).

Reaktionen können unterschiedlich aussehen.

Schlafprobleme, aufdrängende Erinnerungen, erhöhte Wachsamkeit oder das Meiden von Erinnerungen an ein Ereignis können dazugehören. Einzelne Anzeichen sind keine Diagnose.

Du musst damit nicht warten.

Wenn Beschwerden anhalten, stärker werden oder deinen Alltag beeinträchtigen, können ärztliche oder psychotherapeutische Ansprechpersonen helfen. Auch vorher darfst du dir Unterstützung holen.

Hintergrund: gesund.bund.de · Trauma und PTBS ↗

Unterstützung hat einen Namen

PSNV-E.
Für die, die helfen.

Psychosoziale Notfallversorgung für Einsatzkräfte.

PSNV-E umfasst Angebote vor, während und nach belastenden Einsätzen. Sie soll die psychische Gesundheit von Einsatzkräften unterstützen – nicht erst dann, wenn gar nichts mehr geht.

Peers sind dafür geschulte Kolleginnen und Kollegen. Zusammen mit psychosozialen Fachkräften können sie erste Ansprechpersonen sein. Welche Angebote verfügbar sind, hängt von deiner Organisation und Region ab.

BackUp soll diese Wege leichter auffindbar machen und erklären, an wen du dich wenden kannst. Die App selbst ist kein PSNV-E-Team.

DGUV · Leitfaden PSNV für Einsatzkräfte ↗

Ein kleiner, freiwilliger Weg zu mehr Unterstützung.

BackUp wird kein Therapie- oder Diagnoseprodukt. Die App soll einen geschützten Einstieg schaffen, wenn etwas nachgeht.

01

Wahrnehmen

Ein kurzer Check-in, der Raum für die eigene Lage schafft – ohne Bewertung.

02

Runterkommen

Kurze, einfache Impulse, wenn Kopf oder Körper noch im Einsatz sind.

03

Verstehen & sortieren

Belastungsreaktionen verständlich erklärt bekommen und freiwillig Gedanken in Worte fassen. Ohne Selbstdiagnose oder Druck zum Erzählen.

04

Verbinden

PSNV, Peer-Angebote, Kolleginnen, Kollegen und professionelle Hilfe sichtbar machen.

Unterstützen, ohne zu drängen.

Ohne Druck

Niemand muss einen Einsatz erneut erzählen oder etwas erklären, wofür gerade keine Worte da sind.

Menschen im Mittelpunkt

BackUp soll den nächsten Schritt zu PSNV, Peers, Kolleginnen, Kollegen oder professioneller Hilfe leichter machen – nicht Menschen ersetzen.

Sorgsam mit Vertrauen

Kostenfrei für Einsatzkräfte, ohne Werbung und ohne den Verkauf persönlicher Daten. Persönliche Inhalte sollen möglichst bei den Menschen bleiben, denen sie gehören.

Du darfst dir
jetzt Hilfe holen.

Du musst die richtigen Worte noch nicht kennen. Ob du jemanden zum Zuhören brauchst oder sofort Schutz und Hilfe: Hier erreichst du Menschen.

BackUp befindet sich in Erprobung. Es überwacht keine Notfälle und ersetzt weder einen Krisendienst noch medizinische oder psychotherapeutische Hilfe.

BackUp befindet sich in Erprobung.

Wir entwickeln das Produkt bewusst sorgfältig. Inhalte, Sicherheitslogik und Wege zu Unterstützung werden vor einer öffentlichen Veröffentlichung weiter geprüft. Bis dahin kommunizieren wir transparent, was BackUp leisten kann – und was nicht.

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